------Brauchen wir wirtschaftliches Wachstum ?------

So soll's sein

Der neue Indikator für Wohlstand soll das Wohlergehen der Menschen sein. Dieses lässt sich auf vielfältige Weise messen und auswerten. In einem demokratischen Prozess entscheiden wir, welches die beste und verständlichste Weise ist, diesen Indikator zu ermitteln und zu beschreiben.

Dabei werden u.a. Faktoren wie die soziale Einbettung von Menschen oder unsere verfügbare Freizeit berücksichtigt.

Gleichzeitig erkennen wir an, dass wir selbst unter dem immer mehr, immer schneller immer efiizienter leiden, denn unsere Existenz wie die körperliche Unversehrtheit oder unser Nahrungsanbau beruht auf dem aktuellen Zusammenspiel sowie der Verfügbarkeit einer naturbelassenen Umwelt, die es zu schützen gilt.

Zeitstrahl

  • Viele naturverbundene Völker lebten nach dem Grundsatz: Nehme nur so viel du zum Leben brauchst (17)
  • 18. Jhd. Hans Carl von Carlowitz: Von dem nachwachsenden Rohstoff Holz sollten Menschen nur die Mengen nutzen, die natürliche Wachstumsprozesse regenerieren können. (17)
  • 1826 Thomas Robert Malthus: „Versuch über die Bedingungen und Folgen der Volksvermehrung“ - Eine Analyse, u.a. dazu wie der exponentielle Bevölkerungsanstieg zum linearen Anstieg der Lebensmittelproduktion passen kann
  • 1873 Wirtschaftskrise durch Überproduktion der Industrie hervorgerufen und damit eine gute Basis für spätere Sozialgesetze, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung im Kaiserreich. Außerdem Basis für eine Antisemitismuswelle (17.5)
  • 1929-31 Wirtschaftskrise, 25. Oktober 1929: Black Friday an New-Yorker Börse, Anleihen-Geldstrom an Deutschland für Reparationszahlungen des 1. Weltkriegs kommt zum Erliegen, Massenarbeitslosigkeit ist die Folge und eine gute Basis für Faschismus in Deutschland mit all seinen unvorstellbaren Folgen. In den USA reagiert Präsident Roosevelt mit der Keynesianischen Theorie (siehe -Volkswirtschaftstheorien-). (17.5)
  • 1972 Club of Rome, „Grenzen des Wachstums“: 100 Jahre nach Erscheinen des Buches seien bei weiterem Anstieg des Wirtschaftswachstums alle Wachstumsgrenzen aufgebraucht und die Menschheit beginne sich selbst zu dezimieren.

„Es ist, als ob dein Freund Krebs hat, und auch Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sind ein Symptom, nicht das wirkliche Problem. Du kannst Schmerztabletten nehmen. Aber wenn die Kopfschmerzen weg gehen, erwartest du nicht, dass das Grundproblem gelöst ist. Klimawandel und Energiemangel sind auch Symptome. Selbst wenn wir sie in den Griff bekommen, lösen wir nicht das Grundproblem, nämlich materielles Wachstum, Bevölkerungswachstum, anhaltendes Wachstum der materiellen Lebensstandards in einer Welt, die endliche Grenzen hat.“

  • 1973, im Herbst. Arabische Ölstaaten (OAPEC) drosseln Ölförderung. Der Ölpreis steigt um das Vierfache. An vier Sonntagen gilt ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge, außerdem eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Sondererlaubnisse gibt es für die Polizei, Ärzt*innen, Blumenhändler*innen und Taxifahrer*innen. Grund ist die Unterstützung Israels durch die westlichen Staaten beim Syrischen und Ägyptischen Angriff. Atomkraftwerke gehen in Planung, eine Gegenbewegung entsteht, woraus sich die Partei „die Grünen“ gründet. (17.75)
  • 1979 Hohe Ölpreise durch steigende Verunsicherung in wichtigen Ölförderländern (islamische Revolution im Iran) und dem damit verbundenen ersten Golfkrieg (2)
  • 1982 FDP fordert geringere Sozialausgaben des Staates und fordert weniger staatliche Interventionen in den Markt, was zu einem Misstrauensvotum zum damaligen Kanzler Schmidt (SPD) und bei der Neuwahl 1983 zu einer Mehrheit bei CDU und FDP führt. (36)
  • 1987 Brundtland-Komission der Weltkommission für Entwicklung und Umwelt: Entwicklung der Gesellschaft dann nachhaltig, wenn „die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“ (17)
  • 2007 Platzen der Immobilienblase in den USA, 2008 kommt ans Licht, was sich hinter verschleierten Finanzprodukten verbirgt - eine riesige Blase platzt. Durch diese Finanzkrise erstarkt die AFD als EU kritische Partei, indem sie behauptet, es sei besser für alle, wenn die am stärksten betroffenen EU-Staaten (Griechenland, Spanien, Italien) nicht gerettet würden und Deutschland die EU verlässt.
  • 2011 und 2017 Tim Jackson, Wohlstand ohne Wachstum (2011 und Update 2017): Jackson analysiert u.a. den Zusammenhang des BIP mit verschiedenen sozialen Kennwerten wie Glück, Lebenserwartung, ausreichend Nahrung und macht z. B. die Feststellung, dass ein höheres BIP ab einer bestimmten Größe gar nicht dafür sorgt, dass die Menschen glücklicher werden oder länger leben. Weiterhin übersetzt er „echten Wohlstand“ als „Verwirklichungschancen“. Außerdem analysiert er die Weltwirtschaft in einem Rechenmodell ohne Wachstum und kommt zum Ergebnis, dass dies möglich sei.
  • 2015, Vereinte Nationen (UN), 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals - SDGs) nach 3 jährigem Verhandlungsprozess unter Einbeziehung der Öffentlichkeit entstanden.
  • 2018 Kate Raworth, „Donut Ökonomie“, anstatt der Prozentzahl des BIP soll die optische Darstellung eines Donuts die Grenzen unseres Wirtschaftens definieren und diese danach ausrichten. Die Menschheit bräuchte Bilder, um neue Dinge zulassen zu können, ein Donut eigne sich gut und präge sich gut im Kopf ein. Nach innen sind die menschlichen Bedürfnisse definiert, die nicht zu unterschreiten sind (ausreichend Nahrung, Bildung, Gesundheit etc.) und nach außen die nicht zu überschreitenden ökologischen Grenzen (Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, Süßwasserverknappung…)
  • 2018 Christian Felber, „Gemeinwohlökonomie“ anstatt des BIP soll eine Gemeinwohlmatrix in der Gemeinwohlbilanz Werte abfragen, die am Ende zu einem Gesamtwert in Prozent verrechnet und ausgedrückt werden können. Unternehmen oder Staaten könnten in Abhängigkeit Ihrer Gemeinwohlorientierung von der nächsthöheren Instanz subventioniert oder umgekehrt pönalisiert (zu Geldstrafen gezwungen) werden.

In sogenannten Gemeinwohlkonventen, bei denen keine einfache ja/nein Fragen die Ausgangssituation für Abstimmungen bilden, wird eine Abstufung der Antwortmöglichkeit vorgeschlagen. Häufig nennt Christian Felber, Mitbegründer der GWÖ hier die Beispielfrage, das wieviel Fache ein Mensch maximal mehr als ein anderer verdienen darf.

  • 2019 Schottland, Island und Neuseeland gründen Wohlfahrtsgemeinschaft und prüfen alle Staatsausgaben auf Gemeinwohlindikatoren (psychische Gesundheit, reduzierte Kinderarmut, Bekämpfung sozialer Ungleichheit, regenerative Energien…) Nicht der finanzielle Gewinn soll im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen, sondern das Wohlbefinden der Menschen.
  • 2020 Corona Wirtschaftskrise u.a. durch Lockdown bedingte Lieferkettenprobleme
  • 2022 Club of Rome, „Earth for all“: Der Club of Rome zieht Bilanz zu seinen 50 Jahre zuvor veröffentlichten Prognosen, außerdem werden 5 Kernthemen herausgearbeitet, welche die Menschheit meistern müsse, um auf einen nachhaltigen Pfad zu kommen. (Armut, Ungleichheit, Ernährung und Energie, Ermächtigung von Frauen)
  • 2022 Ulrike Herrmann, Das Ende des Kapitalismus, sie schlägt einen staatlichen Rahmen für maximale Produktionsmengen privater Unternehmen vor, basierend auf den ökologischen Grenzen. Nach ihrem Vorschlag müsse es zu einem gesteuerten Herunterfahren der Produktion kommen muss, um vor allem ökologische Grenzen einhalten zu können, aber auch, um die frei werdenden Jobs aus der fossilen Industrie, Massentierhaltung etc. gesteuert auffangen zu können.
  • 2022 Russischer Angriffskrieg auf Ukraine verteuert Energie, ausgelöst durch westliche Sanktionen an Russland und Produktionswegfall/-reduktion der Ukraine (Getreide, Öl, Stahl…)

Status Quo

Errungenschaften des Wachstums

Kritik am wirtschaftlichen Wachstum und damit auch am derzeitigen Wirtschaftssystem, dem Kapitalismus, wird nachfolgend nur geäußert, nachdem zuvor auch einige wesentliche soziale Errungenschaften dessen genannt werden:

"Solange eine Gesellschaft arm ist, können die Herrschenden nur reich sein, indem sie ihre Untertanen ausbeuten."..."Wenn die Wirtschaft jedoch wächst, ist dieser brachiale Kampf nicht mehr zwingend. Die Zugewinne sind groß genug, um alle zu beteiligen. Die Ungleichheit bleibt zwar bestehen, und die Reichen werden noch reicher - aber auch die gemeinen Bürger profitieren. Für die Eliten ist es nicht mehr nötig, das Volk gewaltsam zu unterjochen." (1)

"Mit dem Kapitalismus entstand das erste Sozialsystem in der Geschichte, das kontinuierlich Wohlstand erzeugt hat….“ “Die Menschen betrieben“ zuvor „eine eher kümmerliche Landwirtschaft, litten oft unter Hungerkatastrophen und starben im Durchschnitt mit 35 Jahren." (1)

"...heute hingegen können neugeborene Mädchen in Deutschland erwarten, dass sie im Durchschnitt mehr als 83 Jahre alt werden, bei Jungen sind es fast 79 Jahre." (1)

"1919 musste ein Beschäftigter in den USA rund 1.800 Stunden arbeiten, damit er sich einen Kühlschrank kaufen konnte. Ein Jahrhundert später reichen dafür weniger als 24 Stunden." (1)

"Liebesheiraten konnten erst zur Norm werden, als der steigende Wohlstand dafür sorgte, dass die jungen Familien nicht mehr materiell von ihren Eltern abhängig waren, sondern eigenes Geld verdienten." (1)

Probleme des Wachstums

Bröckelnder Glanz

Hier gibt es noch einige, nicht genannte soziale Errungenschaften im globalen Norden, die an der Stelle nicht genannt wurden. Aber egal wie viel auf der Pro-Seite auch steht, das System kann doch eigentlich nur wirklich das richtige sein, wenn es allen Menschen auf der Welt sowie unseren Kindern und Kindeskindern dient. 

Abbildung 1. Grafik unterernährte Menschen zwischen 2010 und 2020 (37)

 

Um sich der Größenordnung von Abbildung 1 bewusst zu werden: Es ist zu erkennen, dass die Anzahl der unterernährten Menschen weltweit dem ca. 10 fachen der Bevölkerung Deutschlands entspricht.

Neben den sich verschlechternden Verhältnissen für die wirtschaftlich ärmsten Menschen, verbessern sich zugleich die Verhältnisse für die sehr reichen. Auf die immer größer werdende Schere zwischen arm und reich wird unter "Soziales" im Themenbereich ->Wohlstandsgefälle (noch zu ergänzen) eingegangen.

Beim Stichwort Wohlergehen der Kinder sowie Kindeskinder und somit der -Generationengerechtigkeit- passt es an der Stelle z. B. super auf die Urteilssprechung des Karlsruher Verfassungsgerichtes, zum zu wenig ambitionierten Klimaschutzgesetz der Bundesregierung, zu verweisen ->Klimakrise (noch zu ergänzen)

Das Problem hinter wirtschaftlichem Wachstum

Die Umweltzerstörung steigt mit wirtschaftlichem Wachstum an (2). Zur Umweltzerstörung gehört die immer weiter in unsere Alltage rückende Klimakrise, die durch CO2-Emissionen überhaupt erst entstanden ist und aktuell immer noch weiter befeuert wird. Dazu gehört aber auch die kontinuierlich ansteigende Förderung von fossiler Energie oder von Bodenschätzen (z. B. Eisenerz, Kalkstein und Ton für Zementherstellung, Kupfer) oder auch von nachwachsenden Rohstoffen, die dann kein CO2 mehr binden können. Dieser Zusammenhang hat u.a. die Zerstörung der Artenvielfalt (3) zur Folge, da durch Rohstoffabbau immer die Umwelt mit Tier- und Pflanzenleben leidet. Weil es dabei nicht von der Hand zu weisende existenzbedrohende Zusammenhänge gibt (4), müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir immer mehr Ressourcen abbauen möchten, was zu immer mehr Umweltzerstörung führen wird.

Für die Umweltzerstörung sei ein Beispiel in europäischen Breiten aber auch in Südamerika genannt:

  • Flächenausweitungen für -Monokulturen- (oder auch in Fruchtfolgen) z. B. Mais als Energie- oder Futterpflanze. Ob in Monokultur oder Fruchtfolge müssen Vögel, Feldhamster, Würmer, Insekten etc. weichen für Spritzmittel und deren Zerstörung von  Lebensräumen durch das Bestellen der Monokultur-/Fruchtfolgenfelder..
  • Kupferminen in Kolumbien -> Regenwald über den Tagebauten wird zerstört und geförderte Schwermetalle verunreinigen Grundwasser und angrenzende Flüsse, was auch die Lebensgrundlage für die noch verbliebene indigene Bevölkerung zerstört oder anders ausgedrückt, die Menschen vergiftet. (5)

 

Abbildung 2: Der materielle Fußabdruck der OECD-Länder, 1990-2014 (Grafik nachbilden)

Zu sehen ist der Materialbedarf pro Bürger*in den -OECD- Ländern und wie dieser zusammen mit dem BIP ansteigt (korreliert). Hieraus lässt sich die Tendenz erkennen, dass selbst bei dekarbonisiertem Wachstum bzw. Green grwoth der Materialverbrauch weiterhin ansteigen wird. Das Thema wird im Kapitel ->Von Green- über De- zu Post growth jedoch näher beleuchtet.

Konstruktionsfehler der Ökonomie

Die klassische Ökonomie hat bei der Erstellung der Wirtschaftsmodelle, also der -Mikro-Ökonomie- und der -Makro-Ökonomie- sowie beim Hauptindikator, dem -BIP- vergessen, dass die Umwelt die Wirtschaft umgibt und wurde in beiden Modellen nicht berücksichtigt. D.h., dass es eine klare Abhängigkeit des Marktes von der Natur gibt. Regnet es im Sommer aufgrund der Klimakrise z. B. immer weniger, kann kein Mais für Biogas-Anlagen erzeugt werden und die Energiepreise steigen aufgrund des geringeren Energieangebotes. Regnet es so wenig, dass es zu Wasserknappheit kommt, womit die Systemteilnehmenden nicht mehr ernährt werden können, kollabieren nicht nur die Menschen, sondern eben auch diese Systeme.

Leider ist dieser kleine, aber feine Konstruktionsfehler sehr stark für unsere heutigen Umweltkrisen verantwortlich. Nachfolgend sind zwei Beispiele mit ihren jeweiligen Auswirkungen genannt, wie Wachstumssteigerung bei der Umwelt ankommt.

Landraub mit Flächenversiegelung und -umnutzung -> -Biodiversitätskrise- und -Zooonosen- (5)

Hunger nach Energie mit hohen -externalisierten Kosten- -> Klimakrise (7) (8)

Die Externalisierte Kosten sind zugleich eines der besten Beispiele, an dem zu sehen ist, dass „vergessen wurde“ die Umwelt in die Wirtschaft miteinzubeziehen. Dass das Modell kein Zufall ist, lässt sich leicht nachvollziehen. Denn würden die Umweltschäden ausreichend in den Markt mit eingepreist werden, wären viele Geschäftsmodelle gleich bedeutend unwirtschaftlicher oder gar nicht rentabel, was wiederum ein reduziertes Wachstum mit sich bringen würde.

Da das jetzige System ohne die Berücksichtigung dieser ökologischen Grenzen konstruiert wurde und fast die ganze Menschheit (mit der Ausnahme einiger indigenen Völker) nach immer mehr Wachstum strebt, ist es heute auch so komplex diese Grenzen nun doch zu berücksichtigen bzw. das Modell umzubauen.

Des Weiteren wurde die soziale Komponente vergessen-> Konkurrenzkultur führt zur Ellenbogengesellschaft und Leistungsdruck zu Schlafmangel, Burnout und weiteren psychischen Krankheiten (6). Mehr zu diesem Thema in ->Konkurrenz vs. Kooperation

Die Abhängigkeit zum Wachstum

Ohne bestehendes Wirtschaftswachstum bekommen Unternehmen (oder auch Haushalte) keine Kredite für Neuinvestitionen, weil die Banken keine Aussicht darauf haben, dass die Kredite wieder zurückgezahlt werden können. Es gibt bei einer stagnierenden oder sogar negativen Wirtschaft ja keine Interessent*innen (da die auch keine Kredite bekommen), welche die Nachfrage an den Produkten des o.g. Beispielunternehmens generieren. (23)(26)

D.h. Wirtschaftswachstum ist eine Bedingung für die Funktion unseres Wirtschaftssystem. (9, Kapitel 9)

Wirtschaftswachstum ist also für den Kapitalismus wie die Geschwindigkeit für das Fahrrad, ohne die es umfällt (1). Ohne geht nicht.

Um den Einbruch der Wirtschaft zu verhindern bzw. um das System in Betrieb zu halten „braucht es immer wieder neue Investitionsmöglichkeiten, die gewinnbringend erscheinen und für die neue Kredite vergeben werden. Neue Geschäftsideen, neue Produkte, neue Dienstleistungen…“(10)

Was passiert jetzt aber, wenn das Wachstum wirklich einbricht?

--> Dann greifen die Zentralbanken (z. B. die EZB in Europa oder in den U.S.A. die Fed) mit 2 Mitteln ein (39):

- sie senken Zinsen, sodass es einfacher wird, Geld wieder zurückzuzahlen und

- sie kaufen Wertpapiere von Staaten, also sogenannte Staatsanleihen, mit Geld, dass sie vorher elektronisch geschaffen haben. Damit soll wieder Geld auf den Markt gebracht werden, sodass die Staaten wieder investieren können z. B. in Infrastrukturprojekte, Forschung oder grüne Wärme.

Der Bezug der Gesellschaft zu wirtschaftlichem Wachstum

„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh." Henry Ford

Henry Ford spricht das Geldsystem an. Eine Analyse dieser Aussage ist: Da die Geldschöpfung ein Teil des Wirtschaftssystems ist (Geldschöpfung aus dem nichts-> Verschuldung der Kreditnehmer -> Geld ist im Umlauf -> weitere Unternehmen, die von Kredit bezahlt werden, können investieren ->Arbeiter*innen Lohn zahlen, der dann über Mieten, Autos, Fluggesellschaften etc. wieder bei den Eigentümer*innen bzw. Aktienbesitzer*innen landet).

Unternehmen machen in Konjunkturzeiten Gewinne, schütten diese an ihre Anteilseigner aus und in Krisenzeiten werden sie wegen Systemrelevanz und drohendem Arbeitsplatzverlust vom Staat gerettet.

„Wenn eine Idee Erfolg hat, wird sie leicht noch erfolgreicher: Sie wird in soziale und politische Systeme eingebaut, was ihre weitere Verbreitung unterstützt. Sie herrscht dann auch über die Zeiten und Orte hinaus, an denen sie von Vorteil für ihre Anhänger ist.“ John Robert McNeill, Historiker

Die Menschheit verbindet wirtschaftliches Wachstum immer noch zu großen Teilen mit etwas Positivem. Dies zeigt sich z. B. daran, dass diese Themenfokussierung politischer Parteien im Wahlkampf mit eben diesem Ziel in der Bevölkerung weiterhin viel Zuspruch erhält (10). Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es allen gut lautet die Devise. Dies wird gerne mit dem -Trickle-Down-Effekt- argumentiert oder den Wähler*innen wird ein Zurück zu den florierenden Zeiten wie während des Nachkriegs-Wachstumswunders versprochen. Als Beispiele sind etwa Bündnis '90 - Die Grünen bei der NRW Landtagswahl 2022: „Erlebe dein grünes Wirtschaftswunder" oder die FDP zur Bundestagswahl 2021: „Wirtschaftswunder. Make in Germany.“ zu nennen.

In dieses System, in dem stetiges Wachstum benötigt wird, sind wirtschaftliche Krisen mit all ihren Verlierern und sozialer Ungleichheit vorprogrammiert bzw. inhärent (7). Siehe auch Zeitstrahl 1873, 1929, 2008 oder 2020 - auch wenn die Krisen in ihren Ursachen individuell zu betrachten sind, eint sie das ausbleiben von wirtschaftlichem Wachstum.

Warum bleibt alles beim Alten?

Warum bleibt alles beim alten?

Stellt sich im Baugewerbe nachträglich heraus, dass in der Statikberechnung falsche Annahmen getroffen wurden (vor allem wenn die Risse im Gebäude schon deutlich sichtbar sind), so bleibt nur Abriss und Neubau.

... nicht so in unserem Wirtschaftssystem

Du fragst dich, warum sich diesem Problem nicht einfach die entscheidenden Institutionen der Wirtschaftswissenschaften, also die Unis selbst, annehmen? Diese wehren sich vehement dagegen, sich Fehler der jahrzehntelang gelehrten Theorie einzugestehen und Reformen zu unterstützen (12).

Auch 10 Jahre nach der Finanzkrise haben 9 von 10 Lehrstühlen die Theorie gelehrt, mit der die Wirtschaft 2008 an die Wand gefahren ist (13).

So wurden in den vergangenen Jahrzehnten von den Wirtschaftswissenschaften nicht nur zufällig keine Reformen unterstützt. Große Geldgeber für wirtschaftswissenschaftliche Professuren an Hochschulen sind Konzernstiftungen, die wissen, dass die richtigen Empfehlungen an die Politik aus Studienergebnissen die eigenen Gewinne maximieren, wie am Beispiel der Drittmittel von der LiDL-Stiftung für die TU-München zu sehen ist (14). 

Im Buch "Die Donut-Ökonomie" sagt Yuan Yang: "Dazu kommt, das die in den Ranglisten ganz oben stehenden Hochschulen eine Norm setzen, der andere nacheifern... Wir müssen die Zitadellen stürmen, es reicht nicht, dass wir nur draußen unsere Lager aufschlagen. Man kann so viele Lehrplan begleitende Lesekreise und kostenlose Online-Kurse veranstalten, wie man will. Solange die Universität nicht akzeptiert, dass es sich dabei ebenfalls um Wirtschaftswissenschaft handelt, dann ist es auch keine Wirtschaftswissenschaft." (15)

Des Weiteren ist hier zu ergänzen, dass der Begriff Wirtschafts-„wissenschaft“ hier irre führend ist, da in der Wissenschaft klassischerweise überprüft wird, ob Thesen der Wahrheit entsprechen. In den Wirtschaftswissenschaften werden Thesen u.a. aufgrund der schwierigen Überprüfbarkeit erst gar nicht überprüft. (28)

Viele Mitarbeitende in der Automobilbranche werden aktuell bereits sehen, dass ein ständiges Steigern der Produktionszahlen bei gleichzeitig ansteigenden Staus und Feinstaubbelastungen keinen Sinn ergibt. Die Systemausrichtung auf Wachstum und dies gilt auch für das Vermögen im privaten Bereich wird dem Mitarbeitenden sagen, dass ein Branchenwechsel z. B. ins Handwerk im Bereich von Wärmepumpen das Gehalt verringert und so eine Verschlechterung bedeuten würde. Die derzeitige Systemkonfiguration hält somit die -Kognitive Dissonanz- am Leben. Wenn das primäre Ziel von Staaten nicht mehr Wachstum, sondern Gemeinwohl lautet, dann werden die Sinn befreiten Arten von Beschäftigung (Wegnahme von Subventionen, höhere Steuern, Einpreisen von externalisierten Kosten...) weg fallen und die Verantwortung würde viel weniger bei Einzelpersonen liegen. 

Wichtige Lösungsansätze

Diese Lösungsansätze sind bereits vorhanden. Sie müssen jedoch gesellschaftspolitisch fokussiert und angewandt werden, da ein weiter so, wie in diesem Themenbereich beschrieben und mit diversen Quellen belegt, schwerwiegende ökologische und regelmäßig auch gesellschaftliche Folgen mit sich bringen würde. Da die Menschheit und auch die Wirtschaft auf ein intaktes Ökosystem angewiesen sind, werden beide unter diesen schwerwiegenden Folgen leiden.

Die Lösungsansätze sind nachfolgend als systemverändernd und unterstützend eingestuft. Die systemverändernden Ansätze sind ganzheitlich und unerlässlich, während die unterstützenden Ansätze eine nachhaltige Wirtschaft lediglich begünstigen. Beispiel: Wenn alle Leute gleichzeitig feststellen, dass sie kein neues Auto, keine neue Kleidung, keine Flugzeug- oder Kreuzfahrturlaube etc. benötigen, sondern konsequent den Suffzienzansatz verfolgen, wird das sehr wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Stagnation oder sogar Rezession führen, wie in Kapitel 2 erläutert. An dieser Stelle werden dann die systemverändernden, ganzheitlichen Ansätze benötigt, um gesellschaftlich sozial auf den ökologischen Wirtschaftsrahmen reagieren zu können.

Systemverändernde Ansätze

  • Wachstumsbefreite Weltwirtschaft ist möglich, abgebildet über SFC bzw. Stock-Flow Consistent Simulation bei bestimmten Systemkonfigurationen (38, 9. Kapitel - Schafft Kredit einen wachstumsimperativ?) Wichtiger Hinweis: Tim Jackson widerspricht also Ulrike Herrmann und Mathias Binswanger
    • Produzierendes Gewerbe reduzieren, Dienstleistung erhöhen, wöchentliche Stundenzahl senken -> senkt Ressourcenverbrauch, hält Beschäftigung konstant, die zudem sinnhaft ist (Pflege, Handwerk, Kunst&Kultur, Reg. Energien…), senkt psychische Krankheiten (15)
  • Von ->De- vs. Green Growth zu Postwachstum
  • Im Gegensatz zur Reformpoltik, die auf grünes Wachstum aus ist, sollten zuerst ökologische Grenzen berechnet und die gemäß dessen noch produzierbaren Güter erzeugt werden (diese wären gesellschaftspoltisch z. B. in -Bürger*innenräten- zu diskutieren), die Menschen mit materiellem Wohlstand versorgen (1)
  • Inseln der Praxis schaffen, die wichtige Transformationsschritte wagen (siehe Gemeinwohlstaaten (24), Unternehmen mit Gemeinwohlbilanzen (25))

Unterstützungsansätze Nachhaltige Wirtschaft

  • Voraussetzung Steuerflucht (Fokus Unternehmen) verhindern, um Gemeinwohlverbesserungen erreichen zu können (19)
    • über Vorbildlichkeit (jedes Land muss seine eigenen Großkonzerne mit einem Steuerausfall belasten, also der Differenz zum Anteil, der in der Steueroase nicht einbehalten wurde),
    • Koordination (z. B. über Mindeststeuersatz in G20-Ländern und Fusionsverbot mit Unternehmen in Niedrigsteuerländern),
    • Abwehrmaßnahmen (Unternehmen nicht in Heimatland besteuern, sondern wo Gewinne erzielt werden) und
    • Sanktionen (z. B. über Finanztransaktionssteuern auf Steueroasen, wenn diese nicht einen global festgelegten Mindeststeuersatz erheben) siehe auch ->Steuergerechtigkeit
  • Der echte Wohlstand, den Tim Jackson als Verwirklichungschancen darstellt (9), ist ohnehin komplexer und benötigt soziale Strukturen, Liebe, Harmonie mit seinen Mitmenschen und wird vom derzeitigen Wirtschaftssystem vernachlässigt… eine konkrete Maßnahme wäre hier gemeinschaftliche, soziale Räume (Band, Theater, Tanz…Proberäume, Begegnungszentren) stärker zu fördern. Mehr dazu in ->Wohlstand vs. Gutes Leben für Alle sowie in ->De- vs. Green Growth zu Postwachstum
  • Erhöhte Kapitalsteuern und gesellschaftliche Festlegung maximaler Verdienstunterschiede inkl. Kapitalerträge zwischen zwei Menschen (20)
  • Messsystem verändern: Abkehr vom -BIP- als Gradmesser für Wohlstand, stattdessen Indikatoren der -Gemeinwohlökonomie- bzw. GWÖ (20) verwenden z. B. visualisieren wie in -Donut-Ökonomie- (15) oder über die Gemeinwohlbilanz (20). Sozial-ökologische Unternehmen würden darin steuerlich ent-, fossil und konventionell arbeitende  Unternehmen bei diesem Gradmesser finanziell belastet werden. Mehr dazu in ->Wohlstand vs. Gutes Leben für Alle sowie in ->De- vs. Green Growth zu Postwachstum
  • 4 Tage Woche (21) reduziert Emissionen bei gleicher Arbeit
  • Von der Besteuerung der Arbeit, zur Besteuerung des Ressourcenverbrauchs 2020 lag der Anteil von umweltbezogenen Steuern bei 1,7 % (22)
  • -Vollgeldreform- Steuerung der digitalen Geldmenge durch Zentralbank anstatt ungesteuert über die Kreditvergabe der Geschäftsbanken. Finanzblasen könnten besser verhindert werden, Bankenpleiten könnten dem Geld nichts anhaben, da nicht Systemrelevant und der Steuerzahler müsste die Banken nicht retten.
  • -Drei Strategien der Nachhaltigkeit-

->Ergänzende Infos und Quellen

Zitate

  • "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh" Henry Ford
  • „Vielerlei Umstände tun sich zusammen, um wissenschaftliche Entdeckungen aus der Welt zu schaffen, vor allem solche, die man als Bedrohung der heiligen Werte unserer Kultur empfindet.“ Lynn Margulis, 1999
  • „Wir stehen am Beginn eines Massenaussterbens. Und Sie reden über nichts anderes als über Geld und Märchen vom ewigen Wachstum.“ Greta Thunberg, September 2019
  • „Als der Kapitalist, der ich bin, finde ich es an der Zeit, einmal laut auszusprechen, was wir eigentlich alle wissen: Der Kapitalismus, wie wir ihn kannten, ist tot.“ Marc Benioff (CEO Salesforce - weltweit führendes Unternehmen bei Customer Relationship Management), 2019. (Auch Gewinner des Systems merken an, dass das System in jetziger Form am Ende ist.)
  • „Schon bald – und früher als von den meisten erwartet – wird es zu einer erheblichen Umverteilung von Kapital kommen.“ Larry Fink (CEO von Blackrock - größtes Vermögensverwaltungsunternehmen der Welt), 2021
  • "Keine andere Erfahrung in meinem Leben hätte mir ein besseres Verständnis von dem vermitteln können, was mit dem Wort endlich gemeint ist. Was wir da draußen haben, ist alles, was wir haben. Mehr ist da nicht." Ellen Mac Arthur nachdem sie die den Weltrekord im Welt umsegeln gebrochen hatte.
  • Kritik der Konsumkritik (Spruch auf Klimacamps/-demos) anstatt nur den nächsten Menschen für seinen Konsum zu kritisieren, sollten wir gemeinsam das System mit seinen Umwelt ausbeutenden Rahmenbedingungen hinterfragen
  • „Wenn eine Idee Erfolg hat, wird sie leicht noch erfolgreicher: Sie wird in soziale und politische Systeme eingebaut, was ihre weitere Verbreitung unterstützt. Sie herrscht dann auch über die Zeiten und Orte hinaus, an denen sie von Vorteil für ihre Anhänger ist.“ John Robert McNeill, Historiker
  • Die wirkliche Welt hat ihre Grenzen. Die Welt der Phantasie ist grenzenlos. Jean-Jacques Rousseau, 1763
  • „Es ist, als ob dein Freund Krebs hat, und auch Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sind ein Symptom, nicht das wirkliche Problem. Du kannst Schmerztabletten nehmen. Aber wenn die Kopfschmerzen weg gehen, erwartest du nicht, dass das Grundproblem gelöst ist. Klimawandel und Energiemangel sind auch Symptome. Selbst wenn wir sie in den Griff bekommen, lösen wir nicht das Grundproblem, nämlich materielles Wachstum, Bevölkerungswachstum, anhaltendes Wachstum der materiellen Lebensstandards in einer Welt, die endliche Grenzen hat.“ Club of Rome, Grenzen des Wachstums 1972

Argumentationshilfen

Das Standard Gegenargument

An dieser Stelle sei vorweg genommen, dass die -Kuznets-Kurve- bei den entscheidenden Umweltproblemen wie "Kohlenstoffemissionen, Ressourcenentnahme, kommunale Abfallproduktion und Artenschwund" nicht eingetreten ist. Selbst bei den lokalen Problemen wie "Rauch, Flusswasserqualität und sauren Regen" (8), die eher der Vergangenheit angehören sollten, trifft sie nicht durchweg zu.

Dann verlieren alle die Jobs...

  • ohne funktionierende Umwelt, die mit Regen und passendem Klima für ständig hohen Grundwasserpegel, Gemüseanbau, Pflanzenwachstum mit Sauerstoffproduktion etc. unsere Lebensgrundlagen sichert, gibt es auch keine Jobs
  • Manche Jobs werden verloren gehen (Automobilbranche, Kohlekraftwerke...), andere ggfs. Sinnstiftendere Jobs werden geschaffen (erneuerbare Energien, Kunst&Kultur, Pflege…) Fragen Sie mal Arbeiter aus offensichtlich auslaufenden Industrien, wie motivierend es ist die letzten Jahre einer umweltzerstörerischen Technologie zu begleiten.
  • Der Job rückt in den Hintergrund, da in der Postwachstumsgesellschaft nicht mehr jeder Hans&Franz ein Häuschen, ein Auto, einen Flug-Sommerurlaub im Süden benötigt, sondern das Bewusstsein über gewonnene Zeit, Beziehungen zu Familie und Freund*innen, Kunst und Kultur in den Vordergrund rückt
  • Wenn es weniger Jobs gibt, müssen diese besser verteilt werden und es bleibt individuell mehr Zeit vom Tag

Dann stürzen wir ins Chaos...

  • Dies ist bei einem "weiter so" der Fall. Ein Umbau unserer Wirtschaft wird alles andere als einfach, denn die Postwachstums-Wirtschaftsform ist bisher nicht erprobt. Der Wachstumszwang stellt allerdings ein essentiell zu lösendes Problem dar. Die Lösung dessen kann die Menschen des globalen Nordens inkl. Folgegenerationen und Betroffene im globalen Süden, die gleichzeitig am Wenigsten zu den ökologischen Krisen beigetragen haben, vor einer völlig kaputten Umwelt bewahren.
  • Es gibt auch so viel zu gewinnen: Ein Ende der Burn-outs, Sinn stiftende Tätigkeiten, von der Vereinsamung zurück zu Gemeinschaften, weniger Neid, saubere Luft, Flüsse, Wälder...
  • Ein Vorschlag, wie die Wirtschaft geregelt und eben nicht chaotisch (siehe Bsp. Corona) herunter gefahren werden kann, ist der von Ulrike Herrmann in Anlehnung an die britische Kriegswirtschaft. In dieser Zeit mussten die Konsumgüter rationiert werden, um genug Produktionskapazität für Waffen, Panzer etc. frei zuhalten. In der Klimakrise geht es darum, dass die ökologischen Grenzen nicht mehr Produktion ertragen können. Wenn weniger produziert wird, so werden weniger Arbeitsplätze benötigt, die noch übrige Arbeitszeit kann besser verteilt werden.

Die anderen Wirtschaften wachsen viel schneller, als wir

Es wird außerdem auf einen häufigen Rechen- bzw. Erzähltrick hingewiesen: Indem erzählt wird, dass die reichen Staaten (globaler Norden) prozentual weniger wachsen, als der globale Süden (Schwellenländer mit inbegriffen) wird davon abgelenkt, dass bei einem hohen Vermögen ein kleinerer prozentualer Zuwachs absolut betrachtet immer noch deutlich mehr ist, als ein hoher Zuwachs bei kleinen Vermögen. -> Schere zwischen arm und reich steigt weiterhin.

Akteur*innen

Gruppen/Organisationen der Transformation
 

  • Newforum.org, Club of rome, Sheffield political economy research institute (University of Sheffield), wellbeing economy alliance, Gemeinwohlökonomie-Bewegung, Bürgerbewegung finanzwende
     

 

Personen der Transformation

  • Tim Jackson, Jorgen Randers, Sandrine Dixson-Declève, Nico Paech, Christian Felber, Ulrike Herrmann, Kate Raworth

Schlagwörter

-Nachhaltigkeit-, -sozial-ökologische Transformation-(SÖT), -Club of Rome-, -Degrowth-, -Postwachstum-, -Gemeinwohlökonomie-(GWÖ), -Donut Ökonomie-, -Kognitive Dissonanz-, -Trickle-down-Effekt-, -Grünes Wachstum-, -Degrowth-, Brundtland Komission, -17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung-, -Planetare Grenzen-, ökologischer Rucksack, Weall aliance, -Wachstumsimperativ-, -Biodiversitätskrise-, -Zoonosen-, -externalisierte Kosten-, -Klimakrise-, -Kuznets-Kurve-, -BIP-, -OECD-, -Mikro-Ökonomie-, -Makro-Ökonome-, -gutes Leben für alle-
 

Ergänzende Literatur (über die im Zeitstrahl genannte Literatur hinaus)

  • 2019 Mathias Binswanger „Der Wachstumszwang“
  • 2021 Tim Jackson „Wie wollen wir leben?“ Ein Sachbuch zum Thema Wirtschaftswachstum im Erzählschreibstil
     

Quellen

  1. Das Ende des Kapitalismus, Ulrike Herrmann 2022
  2. https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/1371
  3. https://makronom.de/transformation-der-wirtschaft-als-hebel-zum-schutz-der-biodiversitaet-39321
  4. https://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Vom-Verschwinden-der-Arten-Kampf-um-die-Zukunft-der-Menschheit,verschwindenarten100.html
  5. https://www.quarks.de/umwelt/tierwelt/wenn-krankheiten-von-tier-zu-mensch-springen/
  6. https://zdfheute-stories-scroll.zdf.de/burnout-symptome-anzeichen-depression-was-tun-/index.html
  7. https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimakrise-kosten-deutschland-studie-umweltministerium-101.html
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