Eine Art der Landwirtschaft, bei der das Anpflanzen unterschiedlicher Kulturen, wie Bäume und Sträucher zur Feldfrucht, sich gegenseitig begünstigt. So kann sich z. B. die Schattenspende der Sträucher positiv auf den Wasserhaushalt der Feldfrucht auswirken. Gleichzeitig kann die Ernte der Sträucher und Bäume eingefahren werden.
(31)
Täglich sterben ca. 150 Pflanzen- und Tierarten aus. Da auf unserem Planeten jedes Leben (Tiere und Pflanzen) seinen Platz hat, fehlt dadurch Nahrung, Lebensraum, Ökosystemdienstleistungen an anderer Stelle. Außerdem begünstigt das Artensterben Zoonosen und dadurch die Gefahr für weitere Pandemien (32). Besonders hoch ist die Aussterberate da, wo die Biodiversität besonders groß ist, wie z. B. im Amazonas-Regenwald.
Ursachen sind u.a. die Fischerei, Flächenversiegelung, Klimakrise, Bejagung.
Dabei lässt sich nicht abschätzen, wie schnell das Aussterben von Arten direkte Folgen für uns Menschen haben wird. (32)
Beim BIP werden alle gehandleten Waren und Dienstleistungen aufaddiert und gelten für das jeweilige Land. Eine Erhöhung des BIP pro Jahr bedeutet Wachstum. Die Erhöhung dessen kann durch Prozesseffizienz, erhöhter Ressourcenausbeutung, effizientere Arbeitnehmer*innen, eine höhere Nachfrage bzw. neu erschlossene Märkte... erfolgen.
Eine große Kritik am Gradmesser BIP ist, dass dieses z. B. auch steigt, wenn Schäden durch Naturkatastrophen beseitigt werden müssen oder es ebenfalls steigt, wenn die Gesellschaft wenige Produkte wieder verwendet, sodass Unternehmen den Menschen wieder neue Produkte verkaufen können.
Ein zufällig ausgewählter Kreis von Bürger*innen eines Staates, um den Durchschnitt der Gesellschaft bestmöglich abzubilden, bekommt Expert*inneninput zu einem Thema, diskutiert daraufhin untereinander und wendet verschiedene Methodiken an, um bestmögliche politische Lösungen zu erarbeiten.
Z. B. hat der „Citizens Assembly“ in Irland zu den Themen Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehe erstaunliche Ergebnisse vorzuweisen. Er erarbeitete eine Empfehlung, bevor ein Referendum diesem Liberalisierungsvorschlag zustimmte. (21)
In Deutschland gab bis Mai 2023 schon 7 Räte u.a. zum Thema „Deutschlands Rolle in der Welt“. Ein weiterer soll zum Thema „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlicher Aufgabe“ ab September 2023 folgen. Beide Auflagen haben/werden reine, nicht bindende Handlungsempfehlungen an die Politik erarbeitet/n.
In Frankreich gab es einen solchen Rat „Convention Citoyenne pour le Climat“ bereits eben zum Thema Klima, bei dem 149 Empfehlungen erarbeitet wurden. (22) Unter anderem war eine Verfassungserweiterung mit dem Satz: "Die Republik garantiert den Erhalt der Artenvielfalt und der Umwelt und kämpft gegen den Klimawandel" vorgesehen, die wegen der Ablehnung einer rechten Mehrheit im Parlament nicht durchging. Außerdem hatte Präsident Macron mehrere Empfehlungen des Bürger*innenrates, wie die weitere Temporeduzierung oder die Wärme-Sanierungspflicht für Vermietende eigenhändig aus den Empfehlungen gestrichen, bevor die Umsetzungsempfehlungen an das Parlament gingen. (23)
Soll gesellschaftlicher Wandel durch ein menschenentworfenes Wandlungskonzept oder aufgrund einer Katastrophe erfolgen? Im ersten Beispiel lassen sich viele herausfordernde Prozesse planen, dann will es die Menschheit allerdings nicht einsehen (aktuelles Vorgehen der Welt trotz Wissen über die Klimakatastrophe). Im zweiten Beispiel muss die Menschheit es einsehen, dann bleibt allerdings keine Zeit mehr, um den Wandel herbeizuführen und großes Leid (→Klimakrise/Klimakatastrophe) wird die Folge sein.
Prozesse wie die Wärmeerzeugung, Mobilität usw. von CO2-Emissionen zu befreien. Die Prozesse basieren heute v.a. auf der Verbrennung von Kraftstoff, Kohle etc., sollen elektrifiziert und der erforderliche Strom zuvor aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
Ein Wirtschaftssystem, das gemäß der Unterstützer*innen dessen zeitlich auf den Kapitalismus folgen soll und eine Wachstumsreduzierung aus ökologischen Gründen anstrebt. Die Kritik daran lautet, dass kein Konzept für das soziale Auffangen der Bevölkerung bei der angestrebten Reduzierung der Wirtschaftsleistung vorliegt. Das Kapitel: ->Von De- über Green zu Postgrowth (noch nicht erstellt) soll dabei näher auf diese Thematik eingehen.
Diese sind Effizienz, Konsistenz und Suffizienz, die alle zu berücksichtigen sind, um ein Konzept, einen Prozess oder ein Produkt auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Die Reihenfolge dieser Begriffe ist ganz bewusst nach ihrer chronologischen Relevanz (zeitlichen Bedeutung) gewählt.
Denn Effizienz war die zuerst verbreitete Strategie. Mit ihr konnte alles beim Alten bleiben, es wurde ein Geschäftsmodell geliefert und gleichzeitig bestand das Potenzial die Ausgaben für die Effizienzmaßnahme wieder rein zu holen. Zwei Beispiele Auto mit geringerem Treibstoffbedarf pro gefahrenem Kilometer ist ein Verkaufsargument, um das alte Auto durch ein neues zu ersetzen, gleichzeitig hatten Käufer und Verkäufer ein gutes Gewissen, da die gleiche Anzahl an Kilometer dann weniger Treibstoff benötigt. Im frühen Kapitalismus haben Effizienzeffekte der Dampfmaschine dazu geführt, dass weniger Kohle benötigt wurde, um Strom zu erzeugen. Der ökologische Nutzen wurde jedoch mit dem -Rebound Effekt- wieder ausgeglichen.
Die Konsistenz hatte in DL v.a. seit Einführung des -EEG- seine Verbreitung, denn ab da wurde das Erzeugen von erneuerbarem Strom durch die privaten Stromkund*innen gefördert. Aber auch schon davor kam der Ansatz über das Müll-Recycling zur Anwendung. Jedenfalls lässt sich Konsistenz mit Kreislauf-Ansatz übersetzen. Konsistenzmaßnahmen umzusetzen ist schon erheblich schwieriger, als Effizienzmaßnahmen. Denn hier braucht es von Grund auf andere Energieumwandlungssysteme. Am Beispiel der Wärme sind konventionell fossil betriebene Kessel oder -BHKW- zu nennen, während konsistente Ansätze z. B. Solarthermie oder Wärmepumpen sind. Kunden, Planungs- und Installationsbetriebe sowie Hersteller müssen sich auf gänzlich andere Technologien einstellen.
Am wenigsten attraktiv bzw. sogar Kontraproduktiv für unser Wirtschaftssystem ist die Suffizienz. In ihr stecken eigentlich gleich zwei Ansätze, nämlich das weniger verbrauchen und alternative Konzepte nutzen. Am Beispiel des Autos wäre das neben weniger Kilometer fahren auch auf andere Mobilitätskonzepte umzusteigen (ÖPNV, Fuß, Fahrrad). Im Themenblock ->Brauchen wir wirtschaftliches Wachstum oder hier im Wiki unter -Grünes Wachstum- ist nochmal näher beschrieben, warum der Suffizienzansatz mit weniger Verbrauch einem Wirtschaftssystem widerspricht, was immer mehr Verbrauch benötigt.
Wären die drei Strategien der Nachhaltigkeit bereits mit den ersten Verkaufsargumenten für effiziente Motoren oder Gas-Brennwertthermen in der Breite der Bevölkerung verinnerlicht gewesen, wäre das -Green-Washing-, also dass das Konzept nicht wirklich nachhaltig ist, direkt aufgeflogen.
Aus Wasser und CO2 hergestellte Kraftstoffe. Dabei wird sehr energieaufwändig mittels Strom im Elektrolyseprozess Wasserstoff erzeugt und diesem Wasserstoff CO2 hinzugefügt. Die E-Fuels lassen sich in Verbrennungsmotoren nutzen, wodurch das klassische Verbrennungsmotorenkonzept weiterhin nutzbar wäre. Mit dem gleichen Stromeinsatz kann ein E-Auto ca. fünfmal weiter fahren.
Im Vergleich zu Elektroantrieben sind diese allerdings ineffizient und erzeugen trotzdem schädliche Abgase. Dabei entsteht auch Feinstaub und verglichen mit klassischen Verbrennern wird sogar mehr Kohlenstoffmonoxid und Ammoniak freigesetzt.
Durch die ineffiziente Herstellung, also einen hohen Strombedarf, werden verfügbare Kapazitäten begrenzt sein. Die sollten dann besser für schwere Mobilität wie die Schifffahrt oder spezielle Industrieanwendungen eingesetzt werden, da Elektromotoren in diesem Bereich weniger geeignet sind oder es keine elektrischen Ersatz gibt.
"Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht hat. 2022 fällt er auf den 28. Juli".(8)
Bezogen auf DL und das Jahr 2022 wäre dies bereits Anfang Mai der Fall gewesen (9) in Summe würde DL folglich 3 Erden benötigen. 1971 hätte im globen Durchschnitt noch fast 1 Erde ausgereicht. (10) Am Datumsvergleich (global 28. Juli und in DL Anfang Mai) wird deutlich, dass die Verantwortung zum überhöhten Ressourcenverbrauch wieder im globalen Norden liegt und diese Länder somit eigentlich eine Vorreiterrolle einzunehmen hätten. Auf die Verantwortung bzgl. des Ressourcenverbrauches bzw. der CO2-Emittenten wird außerdem im Thema ->Emittierende (bislang noch nicht erstellt) nochmal eingegangen.
Dieses Datum gilt es wieder auf den 31.12. zu setzen, da die Erde darunter leidet. Denn zur Gewinnung von Ressourcen, die nicht auf natürlichem Wege bereitgestellt werden können (angetrieben durch die Sonnenkraft über die Photosynthese), müssen die fossil eingespeicherten Ressourcen ausgebeutet werden. Wie im Kapitel ->Brauchen wir wirtschaftliches Wachstum beschrieben ist, gibt es deutlich Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch.
Deutsches Gesetz (seit 01.04.2000) in dem ein Regularium festgelegt wurde, wie der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung beschleunigt werden kann. Dazu zählte unter anderem eine Umlageförderung. Das Erzeugen von erneuerbarem Strom wurde also nicht staatlich subventioniert, sondern von anderen Stromkund*innen getragen. (4)
„Unsere heutige Ökonomie ignoriert immer noch weitgehend die Tatsache, dass eine Diskrepanz zwischen dem privaten und dem sozialen Nutzen einer wirtschaftlichen Handlung bestehen kann, so dass ihre Folgeschäden die Allgemeinheit (und/oder künftige Generationen) und nicht den Verursacher belasten. Als Beispiele für externe Kosten zu nennen sind vor allem:
... ist, wenn die heute Lebenden bzw. Erwachsenen ihr Handeln so anpassen, dass die nächsten Generationen ein ebenso gutes Leben führen können. Dazu kann neben der Betrachtung der eigenen Konsummuster auch das politische Aktiv werden zählen, um auf versäumte politische Entscheidungen hinzuwirken. Was antwortet also der Opa seiner Enkel*in auf die Frage: Warum seid ihr, als ökologische Grenzen noch rechtzeitig einhaltbar waren, mit dem SUV ins Kino gefahren und nicht mit dem Fahrrad zur politischen SÖT (Sozial Ökologischen Transformations)-Gruppe?
Giralgeld selbst ist anders wie Bargeld kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur die Forderung eines Kunden gegenüber seiner Bank, Geld dafür zu bekommen. (24) Das liegt daran, dass es real nicht existiert, sondern nur darüber geschaffen wird, dass eine Geschäftsbank (Raiffeissen, Sparkasse, dt. Bank…) einen Kredit vergibt. Bei der Rückzahlung des Kredits inkl. Zinsen, die als Einkünfte für die Banken zu sehen ist, ist das Geld wieder aus dem System verschwunden. (25)
Rechtsform. Mitglieder*innen bzw. Genoss*innen schließen sich zusammen, um gemeinschaftlich, solidarisch, demokratisch und nicht der Gewinnmaximierung wegen zu wirtschaften. Beispiele sind landwirtschaftliche, versorgungs-, Wohnungs-, Kredit-… Genossenschaften.
Jeder neue Stein, jeder Dachstuhl, jedes neu zu gießende Fundament z. B. eines Gebäudes (aber auch bei jedem anderen Produkt) benötigt Ressourcen, die der Erde entzogen werden und bei der Entnahme der erforderlichen Rohstoffe Änderungen am Ökosystem zur Folge haben. Zusätzlich wird für Entnahme und Verarbeitung Energie erforderlich, die mit teilweise fossil betriebenen Kraftwerken erzeugt wurde. Selbst wenn die Energie mit PV oder Windkraft erzeugt wurde, bedeutet dies Eingriffe ins Ökosystem. Deswegen geht es darum möglichst wenig Baustoffe bzw. wenig neue Baustoffe zum Einsatz zu bringen. Ist der Einsatz von Baumaterialien unumgänglich, so sollte geprüft werden, ob auch gebrauchte Baumaterialien verwendet werden können (35).
An der Stelle gibt es einen sehr engen Bezug zu den -Drei Strategien der Nachhaltigkeit-, denn mit ihnen lässt sich entlarven, ob es sich tatsächlich um ein nachhaltiges Konzept handelt. Beispiele:
->Pelletkessel
nicht konsistent, denn Verbrennung zerstört Leben und im Kontext der absterbenden Wälder dürfen keine Lebensräume (ob tot oder lebendig) inkl. Lebewesen darin verbrannt werden. Weitere Gründe im Kontext der Konsistenz sind an dem Beispiel unter -Ökosystemdienstleistungen- zu finden.
nicht effizient: fossile haben einen viel höheren Brennwert, als Holz. Außerdem wird mit diesen Erzeugern meist eine sehr hohe Heizkreistemperatur gefahren, was zu hohen Wärmeverlusten führt.
nicht suffizient: kein Alternatives Konzept. Wärme durch Verbrennung haben bereits die Steinzeitmenschen zu Stande gebracht.
->"Der effizienteste E-Fuel Motor seiner Art"
konsistent möglich, da E-Fuels prinzipiell aus Erneuerbaren Energien hergestellt werden können
nicht effizient: beim E-Fuel Motor werden 2x mal mehr CO2-Emissionen verursacht, als beim E-Motor (6)
nicht suffizient: kein Alterntives Konzept, da es beim Verbrennermotor für Individualverkehr bleibt
->Biofleisch, nachhaltigkeit ist unsere Leidenschaft"
konsistent möglich, da Nahrung für Fleisch nachwachsend ist
nicht effizient: bei einer omnivoren Ernährung (Fleisch inklusive) wird gegenüber einer veganen Ernährung ca. 2x mehr CO2 und Flächenverbrauch verursacht, als bei einer veganen Ernährung, vom Verlust an Biodiversität und der Ethik durch die Sojaproduktion im Regenwald ganz zu schweigen (7)
suffizient möglich, da die Kosten durch erhöhten Aufwand bei der Haltung und Ernährung der Tiere steigen
Hält die bisherige Idee des Wirtschaftswachstums aufrecht, dies soll dann aber nur mit "grünen" Ansätzen erfolgen. In Bezug auf die -Drei Strategien der Nachhaltigkeit- können allerdings nur zwei von drei Ansätzen zur Anwendung kommen. Suffizienz ist nicht in ausreichendem Maße implementierbar. Denn mit "weniger" kann die Wachstum schlicht nicht wachsen und da alle drei Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung benötigt werden, ist die Nachhaltigkeit dieses Konzepts zumindest in Frage zu stellen. Neben dem Eintrag im Wiki, gibt es hierfür ein extra Thema ->Von De- vs. Green Growth zu Post Growth
Leben, bei dem alle Menschen glücklich sind, aber ohne den Überkonsum der klassischen -Wohlstand-sgesellschaft. Durch Umverteilung und sozial-ökologische, politische Rahmenbedingungen im -Postwachstum- bekommen die armen Menschen genug, um ein glückliches und gesundes Leben in einer generationengerechten Welt zu leben.
Einheitsloser Wert, der sich auf den Treibhauseffekt von CO2 bezieht. Dieser wurde v.a. wegen der hohen GWP-Werte von Kältemitteln >2500 eingeführt, die zwar in viel geringerer Menge als CO2 emittiert werden als CO2, aber mit dementsprechend höherem Schadenspotenzial für das Klima.
In Heizungsverteilsystemen sind Pumpen meist zentral - z. B. im Heizungskeller - angeordnet. Würde Hr. Mayer im Erdgeschoss seinen Heizkörper gemeinsam mit Fr. Schmitt aus dem Dachgeschoss aufdrehen, würde Hr. Mayers Heizkörper warm, der von Fr. Schmitt nicht. Dies hängt damit zusammen, dass Wasser den Weg des geringsten Wiederstands nimmt. Um auf den Zusammenhang einzugehen, gibt es die Möglichkeit das Heizungssystem “hydraulisch abzugleichen”, wobei Hydraulik die Lehre der Flüssigkeiten beschreibt. Dabei werden voreinstellbare Ventile im Rohrleitungs- und Heizkörpersystem eingebaut und mit zuvor per Software berechneten Werte eingestellt.
Kältemittel kommen bei Wärmepumpen zum Einsatz, um Wärme eines niedrigen Temperaturniveaus auf ein höheres anheben zu können. Oder beim Kühlschrank sowie größeren Kältesystemen, um die Wärme aus dem Kühlraum in Richtung Umgebung zu bringen. Die Entwicklung ging mit natürlichen Kältemitteln los (z. B. mit Ammoniak oder Propan). Da diese Kältemittel aber giftig und/oder brennbar sind, hat die chemische Industrie die sogenannten Sicherheitskältemittel entwickelt, die weder giftig, noch brennbar waren. Diese wurden damals wegen ihrer chemischen Verbindung FCKW genannt. Die Chlor-Verbindung darin hatte allerdings zur Ozonloch-Problematik geführt.
Darauf hin kamen als Alternative v.a. die HFKW, also teilhalogenierten Kältemittel auf den Markt, welche zwar nicht mehr ozonschädigend, dafür aber klimaschädlich waren. Diese halten sich bis heute, sind durch den F-Gas-Phase Down angezählt. Die chemische Industrie hat über HFOs (Hydrofluorolefine) markterfolgreich versucht bzgl. der Treibhausgase eine neue Karte zu spielen. Denen haftet allerdings ein neues Problem an, in Verbindung mit Wasser bildet sich TFA (Trifluoressigsäure), was unser Wasser unumkehrbar vergiftet. Des Weiteren entsteht bei deren Verbrennung hochgiftige Flusssäure und in der Atmosphäre bilden sich Zersetzungsprodukte dieses Stoffes, die eine ähnlich klimaschädliche Wirkung, wie konventionelle Kältemittel haben sollen (51). Die Effizienz von natürlichen Kältemitteln ist zudem häufig höher, als die von synthetischen Varianten (29).
Können auch als Grenzwerte beschrieben werden, an welcher Stelle ein beliebiges System auf bestimmte Einflüsse nicht mehr elastisch reagieren kann.
Wird ein mit Wasser gefülltes Glas über den Rand einen Tisches geschoben, so wird es bis zu einer gewissen Stelle erstmal nicht vom Tisch fallen. Schiebt man das Glas über diese Stelle hinaus, so kippt es und es fällt herunter.
Bei öko- oder sozialen Systemen merkt man im Vergleich zum Glas auf dem Tisch bereits vor Erreichen der Kipppunkte, dass sich Dinge im System ändern. Dies wird durch die oben genannte „Elastizität“ beschrieben.
Z. B. wäre es zum Zeitpunkt der Feststellung des menschengemachten Klimawandels ein leichtes gewesen, um angemessen auf diesen Zusammenhang zu reagieren und die Atmosphäre hätte elastisch auf diese verhältnismäßig geringen CO2-Mengen reagieren können. Beim Eintreten von Kipppunkten treten wirkungsverstärkende Ereignisse auf. Z. B. sinkt die lichtreflektierende Wirkung der Eisschicht in der Arktis (wird auch noch als Albdeo-Effekt bezeichnet), wenn die Wassermassen schmelzen. Gleichzeitig sind immense Mengen Methan (Erdgas) in der Eisschicht gebunden, die bei Schmelzen des Eises freigesetzt werden und das Klima weiterhin aufheizen lassen (29).
In sozialen Systemen wie der Demokratie sind Stimmengewinne von faschistischen Parteien bedrohlich und teilweise bereits mit persönlichen Konsequenzen für Minderheiten oder Gegner*innen, weil sich Parteianhänger*innen dadurch ermutigt fühlen diese anzugreifen. So lange demokratische Koalitionen es schaffen die Regierungen zu stellen, reagiert die Demokratie elastisch auf diese Angriffe und das System selbst kann weiterlaufen. Schaffen es nicht demokratische Bündnisse die Mehrheit zu erzielen und schaffen sie es demokratische Institutionen auszuhebeln, kann man sehr wohl von einem Kipppunkt einer Demokratie reden.
Der hier beschriebene Begriff beschreibt, dass nicht alle Menschen gleich viel zur Klimakatastrophe beitragen bzw. unter ihr leiden.
Global gesehen (Auf die gesamte Erde bezogen) lässt sich der Unterschied über das Nord-Süd Gefälle beschreiben. So haben die meisten Länder des Nordens der Erdkugel deutlich mehr CO2 und andere Klimagase ausgestoßen als die Länder des Südens. Umgekehrt leiden die Länder des Südens mehr unter der Klimakrise, da es in vielen Ländern ohnehin heißer war, als im Norden und mehr Menschen sich wegen geringer finanzieller Möglichkeiten nicht gegen die Temperaturanstiege, Ernteausfälle und Flutkatastrophen schützen können.
Weitere Gerechtigkeitsunterschiede in Bezug auf das Klima gibt es auch innerhalb von Ländern zwischen reichen und armen Leuten, wo sich die armen weder die Anschaffung noch den Betrieb von Klimageräten leisten können. Da nur Frauen schwanger werden können, sind auch diese besonderen und häufig auch schweren Lebensphasen von zunehmender Hitze geprägt, womit auch Leidensunterschiede zwischen Frauen und Männern vorliegen.
Ebenfalls bezieht sich der Begriff auf die Unterschiede zwischen den Generationen, da die jungen Generationen verhältnismäßig wenig zum Klimaerwärmung beigetragen haben, aber besonders viel unter ihr leiden werden. (41)
Der Begriff Klimakrise unterstreicht im Vergleich zum Begriff Klimawandel, wie schlecht es um das Klima bzw. die Folgen, die das geänderte Klima auf der Erde bereits bewirkt, aktuell wirklich steht. Beim Begriff Klimawandel dagegen entsteht der Eindruck, dass sich das Klima allmählich wandelt, aber noch genügend Handlungsspielraum besteht, um die Ursache der Waldbrände, zyklonartigen Stürme, Wasserknappheit, Überschwemmungen, des Anstiegs des Meeresspiegels etc. zu reagieren.
Ursache ist der menschengemachte Ausstoß von Gasen, welche zur Erderwärmung beitragen. Maßgeblich ist hierbei CO2 zu benennen, das beim Verbrennen von fossilen Energieträgern oder auch biogenen Stoffen wie Holz oder Biomethan entsteht. Aber auch andere Gase, wie z. B. Methan oder fluorierte Kohlenwasserstoffe tragen zur Erderwärmung bei. Mengenmäßig zwar deutlich weniger, dafür ist der Effekt von Methan oder auch anderen Gasen deutlich größer, als der von CO2.
Laut Wuppertal Institut darf jede Erdenbürger*in bis zum Jahr 2050 nur noch 2 t CO2 ausstoßen. In DL lag der pro Kopf Bedarf bei etwa 8 t. (14, Kapitel 10)
Um Klimaneutralität zu erreichen muss ein Gleichgewicht zwischen CO2-Emissionen und Negativemissionen (CO2-Speicherung z. B. durch pflanzliche CO2-Bindung) bestehen.
Die Kluft zwischen Denken und Handeln. Z. B.:
einerseits zu wissen, dass es auf verschiedenen Ebenen fragwürdig ist Fleisch zu essen, aber andererseits regelmäßig Fast-Food Fleisch-Burger zu konsumieren.
Oder als zweites Beispiel zu wissen, dass eine Branche, in der man sein Geld verdient, den großen Problemen unserer Zeit nicht gerecht wird bzw. kontraproduktiv ist, aber wegen des hohen Gehalts ein Branchenwechsel nicht in Frage kommt.
Jedoch wird bei diesem Begriff auch das Thema ->Konsum vs. Systemkritik aufgemacht. Bei einem sozial-ökologischen Systemwandel müsste sich eine Einzelperson nicht mehr mit der kognitiven Dissonanz beschäftigen, denn sehr wahrscheinlich würde der gerade genannte Job kein Geschäftsmodell mehr darstellen bzw. Fleisch würde z. B. so viel teurer werden, dass die Entscheidung gegen Fleisch viel einfacher zu treffen wäre.
- CO2-Fussabdruck durch BP (British Petroleum) initiiert - Nicht Konzerne, die sich strategisch für fossile Energien entschieden haben, sondern die Endverbrauchenden hätten Schuld und müssten eben nur ihr Konsumverhalten verbessern. Mit dem Wissen, dass das nutzvolle Minimieren des CO2-Fußabdrucks in einem, auf fossiler Infrastruktur aufgebauten, System schlicht unmöglich ist, hat die fossile Industrie den Menschen die perfekte Beschäftigungstherapie an die Hand gegeben. (40)
- aufwendig, dass sich Bürger*innen in Alltagsstress Wissen über ethische, soziale bzw. ökologische Produkte aneignen und z.B. auch Überblick über Ökosiegel bewahren
- Kosten für Bürger*innen, Bioprodukte zu kaufen (gerade weniger gut situierte Menschen können diese Entscheidung angesichts des eigenen Portemonnaies gar nicht frei treffen)
- Art der Wärmeerzeugung und Dämmung keine Mieter*Innenentscheidung, sondern Entscheidung der Vermieterin und ggfs. des Wärmeversorgers bei Wärmenetzanschluss
- Verbraucher*innen wurde die Geschichte erzählt, sie müssten einfach effizientere Systeme nutzen (Autos, Heizungen…), ohne die Menschen darauf hinzuweisen, dass für nachhaltiges Denken ebenfalls erneuerbare Energien sowie weniger Verbrauch bzw. der Umstieg auf weniger Ressourcenintensive Lösungen (ÖPNV oder Fahrrad statt Auto) erforderlich wird. Siehe -> Drei Strategien der Nachhaltigkeit
Die Kurve ist in einem Diagramm (Umweltzerstörung über Wirtschaftswachstum) aufgetragen und zeigt ein umgedrehtes V. Nach anfänglichem Anstieg der Umweltzerstörung fällt diese mit steigendem Wirtschaftswachstum wieder ab und geht auf die These von Simon Kuznets in den 50er Jahren zurück. Sie wird häufig als Argument für Wirtschaftswachstum angeführt. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass sie u.a. bei entscheidenden Faktoren wie "Kohlenstoffemissionen, Ressourcenentnahme, kommunale Abfallproduktion und Artenschwund" (1) nicht eingetreten ist. Zuletzt haben die erforderlichen EU-Verbote der -PFAS-, die sogenannten ewigen Chemikalien gezeigt, dass diese zumindest nicht vor Überschreitung von kritischen Grenzwerten zutrifft.
Ein Gesetz, was seit 2002 rechtsbindend ist und seitdem mehrfach erneuert wurde. Damit sollte die effiziente -KWK-Technologie- gefördert und CO2-Emissionen eingespart werden.
Der -Primärenergiefaktor- (PEF oder fp) aus KWK-Anlagen wurde über die sogenannte Gutschriftmethode schön gerechnet. Zur Berechnung der PEFs wird die Energie abgezogen, die Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung mit einem schlechten Primärenergiefaktor weniger laufen müssen, wenn BHKWs in Betrieb sind. (BHKWs - Blockheizkraftwerke erzeugen Strom und Wärme, warum man von der Kopplung dieser beiden Energieerzeugungsarten spricht, wobei Kraft für Strom steht, weil hierfür zuvor ein Generator zum Drehen gebracht werden muss) So wurde vielen fossil befeuerten Wärmenetzen ein Primärenergiefaktor von 0 attestiert, obwohl diese mit fossilem Erdgas befeuert werden.
Durch gute KWKG-Umlagevergütungen des produzierten Stromes war die Technologie auch wirtschaftlich sehr interessant für Betreiber von Wärmenetzen, Wohnungsunternehmen, Industrie…, da diese nicht nur den Wärmepreis verlangen, sondern gleichzeitig Strom produzieren und verkaufen konnten. Somit galt diese fossil befeuerte Technologie ökologisch und ökonomisch lang als Allheilmittel.
„Eine Interpretation der Kraft-Wärme-Kopplung als mittelmäßige Strom- und hervorragende Heizungsanlage kann zu erheblichen Fehlsteuerungen führen: Ordnet man der Wärmeerzeugung in bestimmten KWK-Anlagen tatsächlich einen Brennstoffeinsatz von Null (oder fast Null) zu, so spielt für die versorgten Gebäude der Wärmebedarf überhaupt keine Rolle mehr: Egal ob ein schlecht oder gut gedämmtes Gebäude vorliegt, rechnerisch tritt (fast) kein Brennstoffverbrauch auf. Dies könnte man sonst nur in einer solaren Energiewirtschaft erreichen. Eine solche Bewertung steht mit der Tatsache im Widerspruch, dass insgesamt gesehen keineswegs eine vollständig klimaverträgliche Lösung vorliegt, denn bei der Stromerzeugung bringt die Anlage ja nach der gewählten Interpretation keinen Fortschritt gegenüber dem Strommix. Zukunftsweisende Konzepte wie z.B. Passivhäuser mit ihrem extrem geringen Heizwärmebedarf von 15 kWh pro m2 Wohnfläche und Jahr, mit denen sich auf dem Wärmesektor tatsächlich nachhaltige Lösungen verwirklichen lassen, werden durch die Stromgutschriftmethode in ungerechtfertigter Weise gegenü̧ber KWK-Anlagen benachteiligt.“ Nikolaus Diefenbach des Instituts Wohnen und Umwelt, im November 2002(28)
Die Arbeit von dem die arbeitende Person persönlich nichts hat. Der Bäckergeselle backt das Brot für seine Kunden, der Automechaniker bekommt Geld für das Reparieren der Autos von Kunden etc…
Würden wir uns in unserer Nachbarschaft auf einem Fest helfen oder uns in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt einbringen, dann verrichten wir auch Arbeit, haben jedoch persönlich etwas davon und bekommen meist keinen Lohn dafür.
Ein perfektes Beispiel ist die Sorgearbeit, bei der richtig viel Arbeit (körperlich und mental) verrichtet wird und meist nicht vergütet wird.
Dabei handelt es sich nicht um Lohnarbeit.
Selbstverwirklichung stellt darin die oberste bzw. die fünfte von fünf Bedürfnisstufen dar. Zuvor müssen demnach auf der 1. Stufe Nahrung, Sauerstoff, auf 2. Sicherheitsbedürfnisse, auf 3. Sozialer Austausch und auf 4. Individualbedürfnisse wie Liebe oder Wertschätzung sichergestellt sein (53).
Das Treihauspotenzial des Klimagases Methan ist den ersten 20 Jahren nach Emission (Freisetzung) bis zu 87-fach so stark wie das von CO2. In den ersten 100 Jahren bis zu 36-fach intensiver. Außerdem wurde in der Berechnung der geförderten Methanmengen lange Zeit vergessen Leckagemengen miteinzubeziehen, die bei 2,3 bis 17 % der Gesamtfördermenge liegen können.
Außerdem hängt die Klimawirkung von Erdgas stark vom eingesetzten Erdgas ab. Russisches Gas aus Pipelines oder LNG-Importe aus Katar oder den U.S.A. haben ca. 10 fach höhere Methanemissionen als z. B. Erdgas aus den Niederlanden oder Norwegen. (39)
Diese Theorie beschäftigt sich v.a. mit dem Angebot/Nachfrage-Modell. Die Umwelt oder das Wohlergehen der Menschen spielen in diesem Modell keine Rolle.
Hierbei dreht es sich v.a. um den im Vergleich zur Mikro-Ökonomie etwas globaler betrachteten Systemaufbau mit Haushalten, Unternehmen, Geld- und Warenflüssen. Auch hier sind Umwelt und menschliches Wohlergehen gemäß Systemaufbau nicht vertreten. Dass die Sonne für die Photosynthese und Regen bei klimatisch passenden Temperaturen Einfluss auf die Ernährung der Systemteilnehmer bzw. zahllose Produkte selbst haben, wird nicht berücksichtigt.
2019 lag diese bei 8 %. Es muss also z. B. bei Banken 8 % Kapital vorhanden sein, um 100 % Kredite vergeben zu können. Die Risikobehaftung der Kreditvergabe spielt dabei auch eine Rolle, da bei größerem Risiko die Mindestkapitalanforderung eher größer sein muss. (19)
Eine ganze Fläche bewirtschaftet mit einer bestimmten Pflanze. Dies ist bei Fichtenwäldern der Fall. In der Natur kommen Monokulturen nicht oder nur in Ausnahmen vor, da überall verschiedene Samen hingetrieben werden und wachsen können. Häufig bieten Monokulturen Schwachstellen wie bei Kiefer- und Fichtenmonokulturen die Anfälligkeit gegen Schädlinge, gegen Stürme oder gegen die Klimaerwärmung.
Häufig wird in der Landwirtschaft in der sogenannten Fruchtfolge angebaut, wobei es sich dadurch per Definition nicht um eine Monokultur handelt, da dieser Begriff eigentlich erst zutreffend ist, wenn über mehrere Jahre keine andere Pflanze angebaut wird. (15)
Organisation of economic co-operation and development mit 38 Mitgliedsländern im Mai 2023. (16) „Ziel der OECD ist die wissensbasierte Beratung der Regierungen zur Erreichung von Wachstum, Wohlstand und Armutsbekämpfung.“ (17)
Dieser gibt an, wie viel Fläche Ökosystem Wald, Weide- oder Ackerland und Meeresfläche erforderlich werden, um die verbrauchte Ressource zu erneuern und die entstandenen Abfälle aufzunehmen (6). Erst später im Jahr 2004 stellt BP einen CO2-Rechner zur Verfügung, mit dem Personen Ihre Emissionen berechnen können. (58) (59)
Wortneuschöpfung von gerechtwerden.org im Rahmen der sozial-ökologischen Transformation, die darauf abzielt, dass die Transformation der ökologischen Themen nicht entkoppelt von der Ökonomie und nicht entkoppelt von sozialen Aspekten gedacht werden darf.
Nur wenn die Themen vereint gedacht werden, kann die Transformation finanziert und die Gesellschaft dabei mitgenommen werden.
Leistungen der Natur, die dem Menschen nutzen. Beim Wald sind dies neben dem CO2-Speicher, die Wasserspeicherfähgikeit, Lebensraum für Biodiversität, Naherholungsfaktor, Verbesserung des Mikroklimas und Wälder können auch Regen auslösen (5).
Poly-Fluor-Alkyl-Substances: Industriell hergestellte chemische Verbindungen, die in sämtlichen Kunststoffen wie technischen Bauteilen, Outdoor-Jacken, Essensverpackungen u.a. wegen ihrer wasser- und fettabweisenden Fähigkeiten zu finden sind… Ebenfalls kommen sie in Betriebsstoffen wie Kältemittel in Wärmepumpen oder Kälteanlagen zum Einsatz . Aufgrund ihres chemischen Aufbaus sind diese quasi unzerstörbar. Sie stehen in Verdacht krebserregend zu sein und haben negative Auswirkungen auf das Hormon- und Immunsystem von Lebewesen. (2)
Die Ressourcen der Welt sind endlich, das ist einfach verständlich Aber zusätzlich sorgen vom Menschen verursachte Emissionen wie z. B. Kohlenstoffidoxid durch die Verbrennung fossiler Energie für den Treibhauseffekt. Außerdem ist der Planet als System zu verstehen. Wenn all seine Biotope: Regenwald, Binnengewässer, Moore, Wälder etc. gerodet oder sich nicht mehr selbst überlassen werden, dann können Kipppunkte erreicht werden. Natürlich sind Spezies voneinander abhängig. Einfaches Beispiel: keine Insekten->keine Frösche->keine Störche bzw. auch weniger andere Vögel etc. Siehe -Zoonosen-. Bzgl. Des Treibhauseffektes schmelzen Gletscher, die bisher hohe Anteile Sonnenenergie ins Weltall reflektiert haben. Außerdem setzen schmelzende Permafrostböden große Mengen Methan frei, die ebenfalls einen Treibhauseffekt haben (CO2-Äquivalent)
Abkürzung: PEF oder fp-Zahl. Er gibt das Verhältnis zwischen fossiler Primär- und Endenergie an. Bei Holz wird z. B. häufig 0,2 angegeben, weil Holz als erneuerbar eingestuft wird, aber die Verarbeitungsenergie in Form von Transportaufwand und Sägeenergie das 0,2 fache einer Endenergieeinheit benötigt. Bei Kohlekraftwerkstrom ist dies z. B. als 2,8 angegeben, da 2,8 fossile Einheiten Braunkohle benötigt werden, um 1 Einheit Strom Endenergie zu erzeugen.
Beschreibt die Zeit nach (post) der Phase, in der die Menschheit auf Basis von wirtschaftlichem Wachstum mehr produziert hat, als für ein gutes Leben für Alle notwendig ist. Diese Epoche der Wirtschaft hat im Vergleich zur wachstumsbasierten Wirtschaft das gesellschaftliche Ziel des „Guten Lebens für alle“ anstatt „Wohlstand“ für wenige und Armut für viele zu erzeugen.
Der genannte Effekt zerstört den ökologischen Nutzen von Effizienzmaßnahmen. Wenn die Leuchtmittel, der Kühlschrank oder das Auto effizienter werden, das jeweilige System dann aber größer bzw. mit mehr Leistung betrieben wird, werden die geringeren Verbräuche bei gleichem Nutzen wieder ausgeglichen. Eine weitere Option den Rebound-Effekt zu nutzen ist das häufigere Nutzen durch die Effizienzmaßnahme. Beim Auto wäre dies mehr gefahrene Strecke, da der Motor effizienter ist.
Auch das Zerstören des ökologischen Nutzens von Konsistenz-Maßnahmen ist möglich, wenn z. B. private Haushalte mehr unnötigen Strom beziehen, weil PV-Module installiert sind. Whirlpool-Anschaffung, weil der "erneuerbare" Strom schließlich auch sinnvoller eingesetzt werden könne. Warum dies keine gute Idee ist zeigt sich am Wiki-Artikel zu -Drei Strategien der Nachhaltigkeit-.
Bewegung, die sich für das Recht aller einsetzt, am Leben in Städten teilhaben zu können. Ganz konkret sollen also nicht nur Wohlhabende in der Stadt leben dürfen, da die es sich leisten können.
Für die Recht auf Stadt Bewegung ist Diversität in jeglicher Hinsicht (Einkommen, Geschlecht, Alter etc.) sehr wichtig, sodass Städte (wieder) Orte der Begegnung und künstlerischer Schöpfungskraft bleiben/werden.
Der ökologische Rucksack drückt das Gewicht aller natürlichen Rohstoffe aus, die für den Konsum anfallen – also für alle Produkte inklusive ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Für das Autofahren wird dafür nicht nur das Auto selbst und der Benzinverbrauch, sondern anteilig auch etwa die Eisenerzmine, die Stahlhütte und das Straßennetz gezählt." (12)
Der ökologische Rucksack eines Smartphones beträgt etwa 110 kg. (13)
Das Wuppertal-Institut gibt an, dass die Menschheit den Ressourcenrucksack pro Kopf um den Faktor 4 bis 5 reduzieren muss, um langfristig innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben. (14, Kapitel 13)
Baustoffe
Per online Plattform kann geprüft werden, ob erforderliche Baustoffe in der Nähe verfügbar sind. Damit kann Geld gespart und der ökologische Fußabdruck des Neubaus reduziert werden. (34)(35) Gemäß Novelle des Klimaschutzgesetzes in Hamburg gemäß §22, Absatz 1, Satz 4 vom 29.12.2023 ist bei öffentlichen Gebäuden zu prüfen, ob wiederverwertbare Bauteile aus dem Rückbau, eingesetzt werden können. Dadurch kommt zur persönlichen Überzeugung von Bauherren jetzt auch der rechtliche Rahmen dazu.
(Lat. Residuum: Rest) ist die Differenz zwischen erforderlicher elektrischer Leistung um das Stromnetz aufrecht zu erhalten und dem Anteil, der durch erneuerbare erzeugt wird. Negative Residuallast kann es auch geben. Diese tritt bereits auf, wenn wenig Stromnachfrage auf ein hohes Angebot trifft. Dann gibt es zu viel Stromerzeugung im Netz. In der Praxis werden häufig Windräder abgedrosselt, da es noch keine geeigneten Speichermechanismen und Regularien gibt. Zusätzlich bekommen Abnehmer, die den Überschussstrom einsetzen Geld dafür. Der Extremwert hierzu lag bei -9.999 €, wenn ein Abnehmer sich im Intraday-Handel bereiterklärt hat eine Megawattstunde Strom zu verbrauchen. Im Vergleich: eine Kilowattstunde liegt beim Verbraucher bei ca. 0,40 € -> 400 €/MWh. In DL gab es in 2022 bereits 300 solcher Stunden mit negativen Strompreisen. (57)
Anstatt in jedem Haushalt Dinge zu bevorraten, die sehr selten benötigt werden, könnten lokal gemeinsame Werkstätten, Werkzeuge, Hobbyräume, Kleidung, Fahrräder und auch Parks… statt separaten Rasenflächen angelegt und genutzt werden.
Gefühl, das entsteht, wenn Heimat wegen der Klimakatastrophe zerstört wird. Dabei gliedert sich der Begriff in zwei Teile: lateinisch Solacium (Trost) und griechisch algia (Schmerz) (37)
Solidarische Landwirtschaft
Sonnenstrahlen fallen auf die Erde und konnten vor dem erhöhten Treibhausgasausstoß wie CO2, Wasserdampf zu großen Teilen ins Weltall abstrahlen. Der natürliche Treibhauseffekt sorgt dafür, dass eben nicht alle Strahlen ins Weltall zurück gestrahlt werden, sondern wir dieses bislang für den Menschen angenehme Klima hatten, das die Erde für uns bewohnbar gemacht hat. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die mittlere Temperatur der Erdoberfläche bei etwa -18 °C liegen. Die Strahlen werden jetzt durch die zusätzlichen Klimagase in der Atmosphäre noch mehr absorbiert, sodass sich die Atmosphäre weiter aufheizt und zur Klimaerwärmung mit all ihren negativen Folgen führt.
Dieser Zusammenhang ist unter seriösen Wissenschaftler*innen unbestritten. Wie die Wissenschaft dem Treibhauseffekt auf die Schliche gekommen ist, sodass bereits 1981 Berechnungen vorlagen, die den heutigen Temperaturanstieg des Klimas sehr genau voraussagten, ist im Kapitel → Klimawissen vs. Maßnahmen erläutert (56). Die heutige Taktik der fossilen Industrie ist nicht mehr den Treibhauseffekt zu leugnen, sondern Zweifel zu säen bzw. Beschäftigungsthesen zu streuen. Es müsse nur jede einzelne Person ihr Verhalten verbessern, dass die Menschheit auf einen grünen Pfad kommen. Somit wird erfolgreich davon abgelenkt, dass die großen Hebel bei Politik und der fossilen Energieindustrie liegen.
Der Mechanismus, der zur Argumentation contra Vermögenssteuer verwendet wird. Die These lautet, dass durch das Schonen des Kapitals der Vermögenden auch die ärmeren Schichten, mit dem Umweg des Wirtschaftssystems, profitieren. Denn nur dann würden die Unternehmen bzw. Investoren investieren, dies bringt Arbeit, womit auch die Arbeiter*innen beteiligt werden. Bildlich wird dies mit einer aufgestellten Weinglaspyramide dargestellt, wo der Wein in das obere Glas gefüllt wird und nach und nach auch in der untersten Pyramidenebene ankommt.
Die Kritik daran ist, dass die Beteiligung der Ärmeren nicht an den Entscheidungen reicher Personengruppen hängen, sondern demokratisch gestaltet sein soll. Außerdem wird das oberste Weinglas, dass zur Befüllung eh schon am besten positioniert ist immer wieder am schnellsten aufgefüllt. Am wenigsten wird immer unten ankommen, womit sich die Frage stellen lässt, ob diese wenigen Tropfen für die Umsetzung des Rechts auf freie Persönlichkeitsentfaltung (§2 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland) ausreichen bzw. ob der Trickle-Down-Effect das geeignete Mittel ist, um das erste der 17 -Nachhaltigkeitsziele der UN- zu erreichen: Armutsbeseitigung. Da die Schere zwischen arm und reich, nach dem derzeitig angewandten und hier umschriebenen Effekt, immer größer wird, sollte laut Kate Raworth direkt Verteilungsgerechtigkeit angestrebt werden. (11)
Wirkung statt Ursachen bekämpfen.
Bspw. Brände in Los Angeles löschen, anstatt sich dafür einzusetzen, dass die Klimapolitik zu effektiven Maßnahmen gegen eine weitere Aufheizung des Klimas führt.
Die UN (United Nations - die Vereinten Nationen) hat sich unter Beschlussfassung von 193 Staats- und Regierungschefs am 25.09.2015 in New York auf 17 Nachhaltigkeitsziele verständigt, durch deren Erreichung bis 2030 allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht werden soll. Dazu ist auf der Homepage zu lesen: "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen auch wir in Deutschland unsere Lebensweise ändern." (3)
Bei der vegetarischen Ernährung soll kein Tier getötet werden, um uns Menschen den Teller zu füllen.
- Dabei ist zu beachten, dass Kühe nur Milch geben, wenn sie Kälber zur Welt bringen. D.h. die Kälber müssen zur Welt kommen. Was geschieht aber mit den Kälbern? Weibliche Kälber können wieder für die Milchproduktion eingesetzt werden, männliche Kälber enden als Kalbsleberwurst.
Zusätzlich gibt es Käsesorten wie Parmesan, die mit Magenlab von getöteten Kälbern hergestellt werden, um die Käsemasse besonders fest werden zu lassen sowie zur Säurevermeidung (54).
Bei der veganen Ernährung soll uns Menschen kein Tier ein Erzeugnis zur Verfügung stellen müssen. Neben Fleisch gehören dazu Eier sowie Milch und dessen Verabeitungsprodukte Käse oder Quark.
Motivationsfaktoren für die Ernährungsformen sind
- Umwelt- und Klimafolgen
Fleisch und tierische Produkte haben einen hohen Flächenbedarf und viel CO2 entsteht.
Mit einer vegetarischen Ernährung ließen sich 46 %, mit einer veganen Ernährung 50 % der Anbauflächen einsparen. → deutlich weniger Pestizide, Pflanzenschutzmittel, Wasserbedarf erforderlich und es stünde mehr Fläche für Renaturierung bereit (55)
Weiterhin werden Böden mehr als mit pflanzlicher Ernährung belastet und Landwirte werden aufgrund von Pestizideinsätzen geschädigt (43). So verursacht der Fleisch-, Eier- Milch- und Käsekonsum nur in Deutschland jährlich ca. 22 Mrd. € externalisierte Kosten. Pro kg Rindfleisch liegen diese Kosten allein bei ca. 10 €. (42) Penny stellte 2023 in einer kurzen Aktion die wahren Preise ihrer Produkte aus. So kostete eine 400 g Packung Wiener Würstchen ca. 6 € statt ca. 3 € und hätte einen Preisaufschlag von 94 % bedeutet. Das vegane Schnitzel im Vergleich wurde nur 5 % teurer. (44)
- Marktmechanismen
Massentierhaltung und damit Fleisch- und Milchproduktion zerstören Absatzmärkte im globalen Süden für Bauern vor Ort.
- Ethik
Wir zwängen Tiere in Ställe, besamen sie, um neue Jungtiere in Ställe zu zwängen, die dann wieder tierische Produkte erzeugen sollen.
Wir jagen Tiere und entscheiden damit über Leben und Tot, obwohl wir das Fleisch, die Bilder mit den gefangenen/töteten Tieren, die Jagdtrophäen wie Geweihe etc. nicht benötigen. Wir tun dies aus Hobbygründen.
Wir nehmen rießige Naturflächen, Ressourcen daraus und tierische Lebensräume für uns Menschen in Anspruch und behaupten dann die Tiere müssten mittels Flinte dezimiert werden, da sie es sind, die Natur zerstören.
Gemeinschaftliches Essensangebot auf Spendenbasis. Jeder Gast gibt so viel sie oder er für angemessen hält bzw. geben kann. Kannst du etwas mehr geben, gleicht das eine geringere Spende einer anderen Person aus, die nicht so viel geben kann.
Beide nachfolgend genannten Theorien streben Wirtschaftswachstum an:
Neoklassisches Modell:
Marktpreis entsteht durch den Mechanismus durch Angebot und Nachfrage. Es benötigt keine staatlichen Eingriffe.
Keynesianisches Modell:
(24)
Derzeit liegt das Verhältnis von Bargeld zu -Giralgeld- (künstlich bei der Kreditvergabe geschaffenes Geld) bei ca. 10 % / 90 %. Mit Vollgeld wäre alles Geld echt.
Finanzblasen könnten besser verhindert werden, Bankenpleiten könnten dem Geld nichts anhaben und der Steuerzahler müsste die Banken nicht retten.
Wie in ->Brauchen wir wirtschaftliches Wachstum benötigt das Wirtschaftssystem, der Kapitalismus in der Praxis Wachstum um zu funktionieren. Wirtschaft ohne Wachstum konnte zwar erfolgreich theoretisch simuliert werden, aber noch nicht erprobt. Im selben Kapitel ist die Problematik des Wachstumszwanges beschrieben, dazu gehören -Klimakrise- und -Biodiversitätskrise-.
Wärmenetze verteilen Wärme, die zentral erzeugt wird, also z. B. in einer großen Heizzentrale neben einem Wohngebiet, an die verschiedenen Verbraucher/Häuser.
Die Verteilung erfolgt meist mittels einer Vor- und einer Rücklaufleitung. Also warmes Wasser wird zu den Verbrauchern gefördert, dort kühlt es ab un gelangt zu den Erzeugern, um dieses zu erwärmen.
Somit benötigt jedes Gebäude nur noch eine Wärmeübergabestation, um die Wärme im Gebäude zu übernehmen. Schornsteine, die separat Abgase freisetzen, oder weitere Wärmeerzeuger inkl. Wartung sind somit hinfällig.
Wärmenetz ist der Überbegriff für Nah- bzw. Fernwärmenetze. Allgemein sind mit dem Begriff Nahwärmenetz kleinere Verbraucherverbände, als bei der Fernwärme gemeint. Mit Wärmenetzen können mit wenigen großen Wärmeerzeugern viele Verbraucher effizient versorgt werden.
Im Vergleich dazu müssen ohne Wärmenetz bei tausenden Wohneinheiten bzw. Wohngebäuden separat deren fossile Erzeuger gegen Wärmepumpen ausgetauscht werden. Auch Wartung fällt pro Verbraucher viel weniger an, als bei einzelnen Gebäudeanlagen.
Außerdem führen wenige Maßnahmen (Erneuerung fossiler Erzeuger gegen Wärmepumpe, Effizienzmaßnahmen wie Temperaturabsenkung…) zu großen CO2-Einsparpotenzialen.
Um regenerative Wärme überhaupt einzubinden bzw. effizient einzubinden, ist es immer wichtig die Temperatur des Wärmenetzes nur auf das nötigste aufzuheizen. Eine Wärmepumpe muss dann weniger Arbeiten und die Wärmeverluste werden geringer.
Kalte Wärmenetze pumpen lediglich ein Sole-Wasser Gemisch durch den Boden, wodurch die Wärmeverluste geringer sind bzw. die Wärmepumpen im Winter effizienter Arbeiten können, anstatt auf die Außenluft als Wärmequelle zuzugreifen. Kalte Nahwärmerohre müssen auch nicht isoliert werden.
Ein technisches Gerät bzw. eine Maschine, die Wärme niedriger Temperatur z. B. aus der Außenluft oder oberflächennah aus dem Boden entnimmt und auf ein nutzbares Temperaturniveau z. B. für Heizungswärme oder Trinkwarmwasser anhebt. Dazu wird ein Kältemittel auf eine Temperatur unterhalb der Umweltwärme entspannt, sodass die Wärme z. B. aus der Luft an das kältere Kältemittel übertragen werden kann. Dann wird das Kältemittel wie mit einer Luftpumpe verdichtet, wodurch die Temperatur steigt und dadurch nutzbar gemacht wird.
Bei der elektrischen Wärmepumpe wird der Verdichter mittels elektrischem Strom angetrieben und benötigt so im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen keine Verbrennung, um Wärme zu erzeugen.
Bei der Wärmepumpe ist ein typisches Verhältnis zwischen Umweltwärme und elektrischem Strom 3/1. Also werden von 4 Teilen zum Heizen, 3 Teile bereits erneuerbar erzeugt auch wenn der Strom einem fossilen Kraftwerk entstammt.
Wird dieser Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen, ist die erzeugte Wärme somit insgesamt erneuerbar.
Menschen, die im Wohlstand leben konsumieren i.d.R. mehr, als Sie für ein glückliches Leben benötigen. Dies zeigt Tim Jackson in “Wie wollen wir leben?” (9), als er festgestellt hat, dass Länder mit deutlich geringerem BIP pro Kopf einen höheren Wert des subjektiven Wohlbefindens erzielen können. Außerdem zeigt er auch, dass trotz höherem BIP pro Kopf unter den reichsten Ländern ab einer gewissen Grenze kein Anstieg des individuellen Wohlbefindens mehr zu vernehmen ist.
Tim Jackson bezeichnet echten Wohlstand als die Möglichkeit sich verwirklichen zu können - dabei ist vorausgesetzt, dass sonstige Grundbedürfnisse befriedigt sind. Siehe auch die Bedürfnispyramide von Maslow, in der Selbstverwirklichung die oberste bzw. die fünfte von fünf Bedürfnisstufen darstellt. Zuvor müssen demnach auf 1. Stufe Nahrung, Sauerstoff, auf 2. Sicherheitsbedürfnisse, auf 3. Sozialer Austausch und auf 4. Individualbedürfnisse wie Liebe oder Wertschätzung sichergestellt sein (53).
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Wird wie sozialer Wohnungsbau, also Förderung für soziale Nutzungsbindung, von Andrej Holm ebenfalls als „Wirtschaftsförderung mit sozialer Zwischennutzung“ bezeichnet. Das vom Staat ausgezahlte Wohngeld geht indirekt wieder an die Wohnungswirtschaft. Außerdem wird der Markt und seine Ertragserwartungen dadurch bestätigt, dass der Staat einer der besten Geldgeber ist.
Wohngeld gilt als Subjektförderung und gilt als sehr effizient, da nur die Bedürftigsten die Unterstützung beantragen. 2017 haben 86 % der Wohngeldberechtigten kein Wohngeld beantragt, da dieses selbst beantragt werden muss und somit eine Hürde darstellt.
Zur Info: In Hartz 4 wird Wohngeld im Wortgebrauch durch „Kosten der Unterkunft“ ersetzt.
Kündigungsverbot für Bestandsmietende. Staatlich festgelegte Mietniveaus und staatliche Vergabe von Wohnraum an Wohnungssuchende, der sich in Privateigentum befindet. Angewandt wurde dieses Instrument in der frühen Phase der BRD von 1949 bis zum stufenweisen Abbau Anfang der 1960er Jahre. (30)
Krankheitsübertragungen vom Tier auf den Menschen. Diese werden durch immer weitere Reduzierung der Lebensräume für Wildtiere im Rahmen des expansiven (sich ausdehnenden) Wirtschaftssystems und des damit verbunden Näherkommens des Menschen an Wildtiere begünstigt.